Musik hat die besondere Kraft, Menschen zu verbinden, Emotionen hörbar zu machen und Räume mit Leben und Gemeinschaft zu füllen. Genau dies wurde in der Pfingstwoche in der Pfarrkirche Montan eindrucksvoll spürbar.
Mit viel Energie, Klangfarbenreichtum und Begeisterung verwirklichte der Kirchenchor Montan in der Pfingstwoche gleich zwei besondere Konzertprojekte. Lateinamerikanische Rhythmen, jazzige Klänge und die Freude am gemeinsamen Musizieren machten beide Male zu eindrucksvollen Erlebnissen für Mitwirkende und Publikum.
Ein starkes Miteinander zweier Chöre
Am Pfingstsonntag wurde die Messe zu einem musikalischen Höhepunkt: Gemeinsam mit dem Jugendchor LautStork brachte der Kirchenchor die Kleine Latin-Messe von Martin S. Müller zur Aufführung – ein Werk, das mit seinen mitreißenden Rhythmen und seiner Lebendigkeit sofort ins Ohr und ins Herz geht. Unter der Leitung von Ulrich Welsch wuchs aus vielen Stimmen ein gemeinsamer Klangkörper, der von gegenseitiger Aufmerksamkeit und musikalischer Neugier getragen wurde. Das Projekt fand bei allen Beteiligten großen Anklang und wurde mit viel Engagement umgesetzt.
Ein musikalisches Glanzlicht setzte das „Gloria Patri“ von Sally K. Albrecht. In eindrucksvoller Weise traten die beiden Chöre als Doppelchor in Dialog: Der Kirchenchor eröffnete, der Jugendchor antwortete. Durch die Aufstellung links und rechts im Kirchenraum entstand ein lebendiges musikalisches Wechselspiel, das den Kirchenraum erfüllte. In den gemeinsamen Passagen verschmolzen die Stimmen zu einem kraftvollen, warmen Gesamtklang – ein Moment, der Gänsehaut auslöste.
Klangvolle „Lange Nacht der Kirchen“
Nur wenige Tage später, am Freitag, 29. Mai 2026, setzte der Kirchenchor im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ einen weiteren musikalischen Akzent. Die Pfarrei Montan beteiligte sich an der landesweiten Initiative und öffnete ihre Türen für einen besonderen Konzertabend.
Mit der Latin Jazz Mass von Martin Völlinger präsentierte der Kirchen hor unter der Leitung von Ulrich Welsch ein Werk, das Spiritualität und moderne Klangwelten verbindet. Jazz- und Latin-Elemente verliehen der Aufführung eine mitreißende Dynamik und sorgten für eine besondere Atmosphäre im Kirchenraum.
Bereichert wurde das Konzert durch die Mitwirkung von Nadia Coin (Sopran und Bass), Moritz Mariz (Saxophon) und Emil Mair (Schlagzeug), deren Beiträge den Klang zusätzlich farbig und lebendig machten. Einfühlsam und verbindend führte Manuela Weber – in Vertretung von Gottfried Ugolini – mit ihren Worten durch den Abend.
Die „Lange Nacht der Kirchen“ fand zeitgleich in Südtirol, Österreich und weiteren Diözesen statt. Unter dem Motto „MUTeinander“ stand das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt – ein Mut, der sich im Miteinander, im Zuhören und im gemeinsamen Musizieren zeigt.
Die Begeisterung im Publikum war spürbar. Beim anschließenden Umtrunk klang der Abend in geselliger Runde aus – erfüllt von Musik, Begegnung und vielen schönen Eindrücken.